Big Daddy

Big Daddy

Matt Cutts, der Software Engineer bei Google, hat die Herstellung einer völlig neuen Infrastruktur der Google-Suchmaschine als „Big Daddy“ bezeichnet. Im Zuge dieser Maßnahmen sollte die Qualität der Suchergebnisse ganz entscheidend verbessert werden. So sollte beispielsweise der Umgang mit Weiterleitungen verbessert werden. Dieser Prozess startete Ende 2005 und hatte eine Dauer von ungefähr drei Monaten. Davor hat es häufig Probleme bei der Indizierung von Webseiten gegeben, besonders bei kanonischen Adressen, der offiziellen Adresse eine Webseite.

Vor Big Daddy hat Google unter

  • meine-domain.de
  • meine-domain.de/index.html
  • www.meine-domain.de
  • www.meine-domain.de/index.html

vier verschiedene Webadressen unterschieden, obwohl es sich dabei um dieselbe Webseite (index.html) handelt. Dadurch war es möglich, dass von vier Adressen dreimal Duplicate Content erstellt wurde und der PR der Hauptseite auf vier Webseiten aufgesplittet wurde. Problematisch war auch der Umgang mit dem HTTP-Statuscode 302 Redirect, der für "vorübergehend umgezogen" steht. Das Problem dabei war: Hat eine starke Webseite auf eine andere Webseite verlinkt, wurde erstere vor der verlinkten Webseite gelistet (URL-Hijacking).

Damit unterscheidet sich Big Daddy von einem üblichen Google-Update, bei dem es um die Veränderung von Ranking-Algorithmen geht. Aber ähnlich wie bei einem Update hatten die Maßnahmen von Big Daddy veränderte SERP's zur Folge.